Geschichtsgruppe 19. September 2019

Im Rathaus brennt noch Licht...Im Rathaus brennt noch Licht …

 

Gotthard Clauß lässt grüßen und sich krankheitsbedingt entschuldigen … so leitete Ingobert Rost noch vor 18 Uhr unsere erste Zusammenkunft nach der Sommerpause ein, die er dann aber pünktlich mit 13 Teilnehmern eröffnete.

Er übergab das Wort an Silvio Müller, der die Runde auf den letzten Sachstand bezüglich der Erinnerungstafel für das Massengrab auf dem Friedhof brachte. (Der Verfasser berichtete in den vorangegangenen Treffen mehrfach davon.)

Eine Einigung über den Text und das Design wurde nunmehr „innerörtlich“ erzielt und die Finanzierung geklärt. Silvio Müller hat bei mehreren Firmen bezüglich eines verbindlichen Kostenvoranschlages und eines finalen Designentwurfs angefragt und führt aus, dass diese im Zulauf seien. Eine Firma liefert nicht auf offene Rechnung und scheidet damit wohl aus.
Gerd Arnold äußert Zuversicht, dass die Angelegenheit bis Jahresende zum Abschluss gebracht wird.

Ingobert Rost kündigt einen Vortrag an, den er mit Gotthard Hüttl vorbereitet hat und übergibt letzteren das Wort.
Thema: Die neuen Glocken 1949.
Gotthard Hüttl musste bissel improvisieren, weil eigentlich angedacht war, dass der aktuelle „Einsiedler Anzeiger“ vorliegt, der der Runde hier als Grundlage und Nachschlagewerk dienen soll, da der Artikel auch dort erscheint. Aber Nachfragen beim „Riedel-Verlag“ ergaben, dass die aktuelle Ausgabe noch nicht einmal korrekturgelesen wurde.

Ingobert Rost & Gotthard Hüttl
Ingobert Rost & Gotthard Hüttl
Karl Doebner
Karl Doebner

Ingobert Rost ergänzt den Vortrag mit einer Geschichte über Karl Doebner, seinerzeit wohl der Hauptakteur bei der Finanzierung und Beschaffung der Glocken. Seine Ausführungen gründeten auf einem vorliegenden Lebenslauf von Karl Doebner, welchen dessen Sohn Karl-Friedrich ausgearbeitet hatte. Er und Ingobert Rost waren Klassenkameraden.

 

 

 

 

Papptafel aus dem Einsiedler Kirchturm
„Grundsteinurkunde“ von ganz oben …

Weiter Vortrag Gotthard Hüttl. Er reicht eine Papptafel herum, die aus dem notbedeckten Turm stammt und vom Material her mit eben dieser Notdeckung identisch war. Die Hartpappe wurde seinerzeit geteert und dann aufgebracht. Sie schützte die neuen Glocken und den damals hölzernen Glockenstuhl bis zur Entfernung im Zuge des Turmneubaus 1960. Da wurde auch die Papptafel geborgen.

 

Es folgt ein kurzer Diavortrag vom Glockentransport 1949, moderiert von Ingobert Rost.

Diavortrag Glockentransport, Einsiedel 1949
Diavortrag Glockentransport, Einsiedel 1949

Derselbe zeigt nun auch eine zweite Diashow zur Vogelberingung in den 1950er und 60er Jahren, die er selbst durchführte und das oft auch im Einsiedler Kirchturm.

Schleiereule im Einsiedler Kirchturm
Schleiereule im Einsiedler Kirchturm. Im Hintergrund ist die Notbedachung erkennbar.
Manche Vögel schafften es „nur“ bis Schlesien …
… andere bis Spanien!

Ein hochinteressantes Thema, den meisten wohl kaum bekannt und mit allerlei offiziellen Schriftstücken aus der damaligen Zeit untermalt:

 

 

 

 

 

Diverses…:

  • Sven Börner berichtet, dass es bereits seit 1928 eine biologische Kläranlage in der Maschinenfabrik Einsiedel (Wiesenufer) gegeben hat.
  • Das neue historische Schild vor dem Dr.-Braune-Haus, welches der Verein aufstellen will, ist in Bälde fertig. Die Einverständniserklärung der Grundstückseigentümer liegt vor (beste Zusammenarbeit!).
  • Einiges Organisatorisches vom Vereinsvorsitzenden Gerd Arnold
  • Inge Wolf regt an, die Mitfahrerbank „Ostheim“ wieder an die ursprüngliche Stelle zu versetzen. Die Argumente dafür waren nachvollziehbar. Weiterleitung an den Ortschaftsrat.

Ja, liebe Freunde, da sind wir durch für heute. Analoge und digitale Uhren zeigen 19:36 Uhr, als unser Treffen endet.

Carsten Claus
21. September 2019

 

 

 

 

 

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