Treffen der Geschichtsgruppe am 21. September 2017

Im Rathaus brennt noch Licht...Im Rathaus brennt noch Licht …

 

… und so konnte die Geschichtsgruppe nach der Sommerpause wieder frisch ans Werk gehen. Und auch satt, denn Karl-Heinz Hähle hat es sich anlässlich eines halbrunden Geburtstages nicht nehmen lassen, in der Runde für belegte Brötchen und allerlei Getränke zu sorgen.

Wie eigentlich immer waren die Themen recht unterschiedlich und wurden teilweise auch kontrovers diskutiert.
Der Verfasser berichtete, dass die Denkmale „Unsere Helden 1914-18“ auf dem Friedhof und „Ewige Mahner“ auf dem August-Bebel-Platz mit Mitteln aus dem Grünpflegefond, welcher dem Ortschaftsrat zur Verfügung steht, durch Einsiedler Betriebe saniert worden seien.

Ansichtpostkarte Denkmal Am Plan
„Den Siegern 1870-71“ (Lithografie)

Die Denkmale waren auch die Überleitung zu zwei Schreiben aus dem Jahre 1946, die Ingobert Rost präsentierte. Beide waren von der Landesverwaltung Sachsen, Betreff: „Entfernung militaristischer und nazistischer Denkmäler“.
Dieser Blick in die Vergangenheit klärte auf, warum z.B. das Denkmal auf dem Plan „Den Siegern 1870/71“ 1946 abgerissen wurde, der Gedenkstein auf dem Friedhof stehen blieb und am Gefallenendenkmal in Berbisdorf die weihevolle Inschrift entfernt wurde.
In Zuge dessen kam es zu Diskussionen, dass an einer Einsiedler Turnhalle die Aufschrift „Deutsche Turner“ entfernt wurde. So schwammig wie jetzt hier die Formulierung war, so war dann auch das Ergebnis der Diskussion. Soll heißen: ergebnislos.

Fakten wiederum präsentiert Sven Börner, der mit Erlaubnis des Besitzers der ehemaligen Maschinenfabrik das im Abriss befindliche Heizhaus und den ehemaligen Luftschutzbunker erkundet hatte und allerlei Interessantes zu berichten wusste. Die Dachverstrebungen des Heizhauses waren Flügelsparren ehemaliger Kampfflugzeuge. Seine Forschungen hier sind noch nicht abgeschlossen.

Andere Vereinsmitglieder erklärten in der Diskussion, dass nach dem Krieg ein Herr Zenker kurz Bürgermeister in Einsiedel war und in der Maschinenfabrik sogenannte „Zenker-Betonsteine“ gegossen und verkauft hatte.

Letztendlich streifte Ingobert Rost in einem Bericht über Prof. Dr. Hermann Rühle, einem der Architekten des Dresdner Fernsehturmes, Einsiedel am Rande. Rühles Eltern gehörte einst die vormalige Seifert-Villa in der Hauptstr. 71.

Carsten Claus, 26. September 2017

Geschichtsgruppe Einsiedel September 2017
Die Geschichtsgruppe am 21. September 2017

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert